Meine Lieben,
seit Mittwoch ist meine Mutter bei mir, es geht ihr soweit gut, die OP bezüglich des Herzschrittmachers hat sie gut überstanden. Die Narbe gefällt irh nicht,
„ ja so gwinne koin Schönheitswettbewerb me!“
Sie freut sich auf der Terrasse zu sitzen, die Sonne zu genießen auf den See zu schauen, hauptsächlich nicht viel zu tun, lesen, fernsehen, essen, Mittagsschlaf,
ein geregeltes Leben.
Warum ich das in meinen Sonntagsgedanken schreibe?
Mir fällt auf, daß es mir eine große innere Befriedigung gibt etwas für sie zu tun. Zu kochen, die Schulter einzureiben, ihr zuzuhören, mit ihr zu sitzen und einfach nur da zu sein.
Sie ist ja mit fast 92 noch ganz rege im Kopf auch wenn das körperlich für sie manchmal nicht einfach ist. Sie meinte „man muß sich eben langsam einstellen, daß man vieles nicht mehr so schnell machen machen kann“.
Ich habe kürzlich gelesen, daß es dem Unterstützenden/ Helfenden genau so viel gibt, wie dem der unterstützt wird. Bei Aristoteles kann man nachlesen:
Die nikomachische Ethik sagt, dass zu einem guten Leben auch ein ethisches Leben dazugehört. Man soll eben ein gutes Leben führen, indem man anderen Gutes tut. Der Mensch braucht letztlich Tugendhaftigkeit, er braucht das Gefühl für andere dazu sein.
Ich denke das stimmt.
Ansonsten lese ich zur Zeit Heinrich Heine „Deutschland, Ein Wintermärchen“ . Schaut mal rein, wenn ihr Zeit und Lust habt, lohnt sich!
Auch den Faust habe ich mal wieder hervorgeholt! Ohne Worte, einmalig!
Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag, küsse alle meine Enkel und bin bei euch allen, wenn ihr das wollt.
Lieben Gruß vom See
Papa/Eckhard
