Meine Lieben,
und plötzlich war es wieder Winter diese Woche, zumindest in Hofheim.
Ich sitze am Esstisch, die Dächer sind weiß, die Schornsteine verbreiten Gemütlichkeit. Ich nehme an, daß das meist Ölheizungen sind, aber trotzdem stellt man sich vor, es wäre ein offener Kamin, ein Kachelofen oder zumindest ein ganz normaler Ofen.
Ok, das mit dem Kamin ist vielleicht zu …, den macht man ja auch meist erst abends an, um die Sorgen des Tages in den Flammen aufgehen zu sehen und sie auf die Reise durch den Kamin zu schicken.
Mit dem Ofen ist das ein bißchen anders.
Die Oma hat morgens erst einen Höllenlärm gemacht, in dem sie die Asche in den vorgesehenen Aschenkasten gerüttelt hat. War noch etwas Glut übrig, hat sie mit einem kleinen Stück Tageszeitung, von gestern, vorgestern oder noch länger und ein paar kleinen Holzstückchen (Spächtelen) das Feuer wieder in Gang gebracht.
Wie alt die Zeitungen waren, hat keine Rolle gespielt, die Zeit läuft über alle Meldungen hinweg und „hastdunichtgesehen“ sind sie vergessen, als ob nie etwas gewesen wäre. Wirklich Wichtiges gibt es wenig. Die Redakteure müssen eben die Seiten füllen. Vor- und Rückseite oder dann eben 4, 8, 16 Seiten etc.
Der Ofen war mittelbraun? Das weiß ich jetzt nicht. Ich habe mal im Internet nachgeschaut, aber solche Öfen habe ich dort nicht mehr gefunden, ist doch wohl schon zu lange her. Das ist wie mit den Zeitungen, was das jetzt für ein Ofen war, ist nicht so wichtig, Hauptsache, es wurde warm.
Anderes Thema, ein aktuelles!
Zweimal hat sich die Elektronik meines Autos gemeldet und mir signalisiert, daß der linke hintere Reifen Luft verliert. Beim ersten Mal habe ich noch gedacht, ach, mal wieder die Elektronik, aber beim zweiten Mal habe ich mich dann doch entschlossen, in eine entsprechende Werkstatt zu gehen.
Also, ich bewundere ja diese Reifenspezialisten! Der Mann, der sich am Auto fachmännisch zu schaffen machte, meine Güte, ich schätze ihn mal auf Mitte Fünfzig, etwas kleiner als ich, und ich bin wirklich kein Riese.
Zudem hat der Schrumpfprozess bei mir schon eingesetzt, das haben wir kürzlich festgestellt, als wir unsere Enkel gemessen haben. An der Wand im Keller sieht man an den entsprechenden Bleistiftstrichen, wie die Zeit vergeht und irgendwann, wie bei mir, geht es dann rückwärts, bis man irgendwann dann wieder unten ankommt.
Aber zurück zum Reifenspezialisten, wie der den Reifen mitsamt Felge vom Auto herunter gewuchtet hat, da wäre ich in die Knie gegangen.
Er hat dann tatsächlich ein kleines Loch gefunden, aus dem die Luft entweichen konnte;
wie wir alle wissen, ist Luft das reine Lebenselixier und das nicht nur bei Reifen! Außer natürlich die sogenannte „heiße Luft“, die manche verbreiten, davon halten wir nicht so viel.
Ein kleiner spitzer Stein war die Ursache, das Ganze wurde vulkanisiert und alles war wieder ok. Der kräftige Mann meinte: „Operation geglückt, Patient lebt.“
Wirklich echte Fachleute, aber das habe ich schon gemerkt, als ich in die Box mit der Hebebühne gefahren bin. Hier bin ich bei Spezialisten, einer richtigen Reifenwerkstatt!
Warum ich das sofort feststellte? Zwei einschlägige Kalender hingen an der Wand, einmal in Schwarz-Weiß und einmal in Farbe! Wenn ihr jetzt nicht wißt, was ich meine, dann wart ihr noch nie in einer richtigen, professionellen Werkstatt.
Später beim Bezahlen wurde mir dann klar, wer hier „die Hosen anhat“. Die Mädels in der Annahme haben die Jungs trotz aller netter Kalenderbilder ganz schön im Griff, so wie sich das gehört, und das Miteinander scheint problemlos.
Ich wünsche euch einen einzigartigen Sonntag
mit einem meiner Lieblingsmusiker:
Paßt auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen.
Lieben Gruß aus Hofheim
Euer Eckhard/Papa/Opa


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