{"id":663,"date":"2020-03-01T07:00:00","date_gmt":"2020-03-01T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=663"},"modified":"2020-06-22T13:30:14","modified_gmt":"2020-06-22T11:30:14","slug":"auf-den-hund-gekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2020\/03\/01\/auf-den-hund-gekommen\/","title":{"rendered":"Auf den Hund gekommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,<br><br>Ich bin in der Stadt aufgewachsen. Wir hatten eine Terrasse und in etwa 2 km Entfernung einen Garten. Der Garten war 15 m breit&nbsp;&nbsp;und 200 m lang, \u00fcbrigens ist er das heute noch. Wir hatten Tiere.<br>Es gibt ein altes Foto von einem Hasen, er hie\u00df Karle, wie er auf der Br\u00fcstung der Terrasse sitzt.&nbsp;Ansonsten besa\u00df ich ein Aquarium, das oft mehr einem Algenwohnheim glich, ein Meerschweinchen, das tags\u00fcber in seinem K\u00e4fig Pfeiflaute ausstie\u00df sowie einen Hamster, der des nachts durch stundenlanges radfahren f\u00fcr L\u00e4rm sorgte, was das Meerschwein und mich beim schlafen st\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens war der Hamster mal einen ganzen Tag verschwunden, wir fanden den armen Kerl dann unter dem Bett h\u00e4ngend. Er war mit dem rechten Hinterbein in einer Stahlfeder h\u00e4ngen geblieben. Von da an war er \u201edisabled&#8220;, was ihm anscheinend nicht so viel ausmachte, er beanspruchte keine Sonderbehandlung und lief auch weiterhin, mit seinem krummen Bein recht schnell durch die Wohnung. <br>Das Wesentliche waren aber unsere Hunde, deswegen hei\u00dft es ja auch heute \u201eauf den Hund gekommen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Strolch, lebte bei uns in den 50er\/60er Jahren. Die Rasse war nicht genau zu bestimmen, etwa so gro\u00df wie ein Beagle, L\u00e4nge wie ein Dackel, hellbraune Locken, naja eher \u201emunkelesbraun\u201c, das ist ein braun, das man nicht bestimmen kann.&nbsp;F\u00fcr Strolch besa\u00dfen wir keine Leine, nur ein Halsband.&nbsp;Strolch war ein Freig\u00e4nger, er lief mit mir morgens den Schulweg bis zur 1. Kreuzung, dann ging er seine eigenen Wege. Wenn er mit uns im Garten war und meine Eltern auf dem R\u00fcckweg noch \u00fcber den Friedhof gehen wollten, dann wurde Strolch nach Hause&nbsp;&nbsp;geschickt. Er wartete dort dann im 4. Stock vor der Glast\u00fcre, zuvor hatte er im 3. Stock, bei Frau M\u00fcrrle noch ein Zuckerle abgeholt. <\/p>\n\n\n\n<p>Nr. 2 war ein schwarzer, glatthaariger Dackel.&nbsp;&nbsp;Kein Freig\u00e4nger, daf\u00fcr aber radikalisiert!&nbsp;Wir betraten unseren Garten liesen Zottl von der Leine , er sauste mit einem Affenzahn los, direkt bis zur Ehefrau des Maureres, die im Gartenstuhl sitzend, ihrem Mann bei der Arbeit zuschaute.Zottl zwickte die Frau ins Bein und raste dann schnurstracks zum Ende des Gartens. Wir waren nicht schnell genug, soda\u00df er gen\u00fc\u00dflich meiner Schildkr\u00f6te&nbsp;&nbsp;Rembrandt&nbsp;&nbsp;in den Panzer bei\u00dfen konnte. Aber so ein Panzer ist recht hart und sie hat es \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nr. 3, Enno, benannt nach einem sehr guten Freund.&nbsp;Er (der Mensch)war zwar sauer, aber ich habe ihm k\u00fcrzlich erkl\u00e4rt, da\u00df das eher als Liebeserkl\u00e4rung gedacht war. Enno, also der Hund, war ein Rauhaardackel, saufarben, lieb, anh\u00e4nglich, schlitzohrig, stur, eben alles was so einen richtigen Dackel ausmacht. Wenn man heute Bilder von ihm aussieht&nbsp;&nbsp;und mich daneben, sagt jeder, \u201eder pa\u00dft zu dir, sieht aus wie du.\u201c&nbsp;Ich denke wenn junge Ehepaare noch nicht bereit sind f\u00fcr ihr erstes Kind, dann kaufen sie sich einen Hund. Genau so ein Hund war EnnoSeinen Lebensabend hat&nbsp;&nbsp;Enno, ich war schon in M\u00fcnchen, bei meinen Eltern verbracht, er geno\u00df es, gemeinsam mit meiner Mutter auf der Couch sitzend, fernzusehen.<br>Wenn wir mal ein Haus kaufen, dann schaffen wir uns einen Hund an, das war die Bedingung sine qua non. Und das habe wir dann auch gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>.Nr. 4, Humphrey, ein Golden Retriever, zog 1989 bei Regina und mir ein. Wir hatten ihn von einem Hundez\u00fcchter in der N\u00e4he von Biblis, irgendwo drau\u00dfen in der Pampa, es war alles f\u00fcrchterlich schmutzig. Der Tierarzt meinte sp\u00e4ter, wenn er das \u00fcberlebt hat, ist er auch gesund. Er war gesund, war \u00fcber viele Jahre der beste Freund von Philipp, der hat heute immer noch ein gro\u00dfes, gerahmtes Bild&nbsp;&nbsp;von ihm.Er war ein typischer Goldie, lieb, anh\u00e4nglich, verfressen, zum schmusen und auf keinen Fall als Wachhund zu gebrauchen, er wurde 14 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kasia und ich wollten nur mal schauen und haben verschiedene Hundez\u00fcchter\/Zwinger besucht . Das soll man nie machen, wenn man sich nicht sicher ist ob man einen Hund will oder nicht. In der Regel kommt man zu 99% mit einem Hund nach Hause.Nr.5; Sunia, ein schokofarbener Labrador.<br>Sunia war zun\u00e4chst ein Arbeitstitel, weil wir nicht wu\u00dften wie der Hund hei\u00dfen sollte. Sunia, ist in polnisch eine kleine weibliche H\u00fcndin .Es blieb bei Sunia.Sie war bei uns bis August 2019.&nbsp;Grunds\u00e4tzlich war sie kein Hund, sie war mehr ein Mensch mit braunem Fell, wir hatten immer erwartet, da\u00df sie irgendwann spricht. Unser Enkel Onno, lag oft mit ihr im Hundekorb und hat im zarten Alter von 2 Jahren&nbsp;&nbsp;Sunia&nbsp;&nbsp;auch schon mal gefragt, ob sie ihm nicht helfen kann die Schuhe zu binden.Ich wei\u00df jetzt nicht mehr wie die beiden das gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Asche von Sunia haben Onno und ich dann bei uns im Garten beerdigt, Onno hat noch etwas auf dem Klavier gespielt.&nbsp;Er hat \u00fcbrigens in der Schule immer erz\u00e4hlt, da\u00df er auch einen Hund h\u00e4tte, aber der w\u00e4re im Moment beim Opa. Nun ja, jetzt warten schon alle, da\u00df wir uns wieder einen Hund anschaffen und wir sind auch kurz davor.Das ist eher eine emotionale Entscheidung und hat mit Ratio nichts zu tun aber wie sagt schon Heinz R\u00fchmann, &#8222;man kann zwar ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich freu mich auf jeden Fall schon mal und Vorfreude ist ja bekanntlich etwas sehr sch\u00f6nes.<br>&#8222;Man mu\u00df immer etwas haben auf das man sich freut\u201c meint Eduard M\u00f6rike.<br>Ich w\u00fcnsche euch einen sch\u00f6nen Sonntag und freue mich heute auf einen sonnigen Skitag mit meinen S\u00f6hnen in den Flumser Bergenlieben. Gru\u00df Papa\/Eckhard<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, Ich bin in der Stadt aufgewachsen. Wir hatten eine Terrasse und in etwa 2 km Entfernung einen Garten. Der Garten war 15 m breit&nbsp;&nbsp;und 200 m lang, \u00fcbrigens ist er das heute noch. Wir hatten Tiere.Es gibt ein altes Foto von einem Hasen, er hie\u00df Karle, wie er auf der Br\u00fcstung der Terrasse sitzt.&nbsp;Ansonsten besa\u00df ich ein Aquarium, das oft mehr einem Algenwohnheim glich, ein Meerschweinchen, das tags\u00fcber in seinem K\u00e4fig Pfeiflaute ausstie\u00df&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2020\/03\/01\/auf-den-hund-gekommen\/\">mehr<span class=\"screen-reader-text\">Auf den Hund gekommen<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":665,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","spay_email":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i2.wp.com\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hundeleben.png?fit=1296%2C858&ssl=1","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=663"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51655,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/663\/revisions\/51655"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}