{"id":52628,"date":"2025-07-13T00:48:00","date_gmt":"2025-07-12T22:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=52628"},"modified":"2025-07-12T21:49:55","modified_gmt":"2025-07-12T19:49:55","slug":"wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2025\/07\/13\/wien\/","title":{"rendered":"Wien"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,<\/p>\n\n\n\n<p>es war hei\u00df in den letzten Wochen, zu hei\u00df, um viele gute Gedanken zu haben, irgendwie war das Oberst\u00fcbchen und was man sonst noch so braucht wie Leib und Seele gel\u00e4hmt. Jetzt, nach einem erquicklichen, mehrt\u00e4gigen Besuch in Wien ist das besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde fast alle St\u00e4dte sch\u00f6n, aber Wien, Wien ist wirklich eine meiner Lieblingsst\u00e4dte auf diesem alten Kontinent. Warum? Schwer zu beschreiben. Ja, ebenso ist die ganze Stadt f\u00fcr mich schwer zu beschreiben, irgendein bestimmtes Flair umgibt sie.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend einer Gesch\u00e4ftsreise haben mein Chef und ich im Sacher logiert. Nach den immer gleichf\u00f6rmigen, \u00e4hnlichen Besprechungen und Pr\u00e4sentationen w\u00e4hrend der zehnt\u00e4gigen Reise haben wir uns dann abends ausgeruht, ausgelebt, bei Schnitzel, Tafelspitz, beim Heurigen, sp\u00e4ter dann hier und da einen \u201eAbsacker\u201c. Das war schon was!<\/p>\n\n\n\n<p>Weltstadt Wien und doch irgendwie heimelig, ja, M\u00fcnchen war mir auch immer heimelig, aber da habe ich ja auch l\u00e4nger gelebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Verr\u00fcckt, da\u00df man nach einiger Lebenszeit in M\u00fcnchen von diesem ganzen Drum und Dran so beeinflusst wird, da\u00df man tats\u00e4chlich meint, woanders in Deutschland, in anderen St\u00e4dten, da m\u00fc\u00dften die Menschen doch ungl\u00fccklich sein, vor Sehnsucht vergehen, unwissend warum. Als M\u00fcnchner oder jemand, der vor\u00fcbergehend in M\u00fcnchen lebt, ist einem das klar, das mit der Sehnsucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, in Wien ist das, wenn man l\u00e4nger dort ist, wahrscheinlich \u00e4hnlich, kann ich mir sehr gut vorstellen. Mich fasziniert diese Weltstadt, diese Metropole, diese habsburgische Gr\u00f6\u00dfe sp\u00fcrt man auf jedem Boulevard, atmet man an jeder Ecke. Nicht nur in der Hofburg mit Nationalbibliothek und allem, was man sonst noch dort erwartet und nicht erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberall!<\/p>\n\n\n\n<p>Am Stephansdom an einer Buchhandlung vorbei schlendern, nein, eigentlich besser reingehen, jetzt komm ich da fast nicht mehr raus, in allen Buchhandlungen geht mir das so. Am st\u00e4rksten in antiquarischen. Das liegt am Alter, also an meinem, nicht dem der B\u00fccher.<br>\u201eEs lebe der Zentralfriedhof \u2026\u201c, die Staatsoper, die Ringstra\u00dfe, die Karlskirche \u2026 Jetzt komme ich mir fast schon wie ein Stadtf\u00fchrer bzw. die offizielle Marketingabteilung vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter, als mein Boss und ich privat reisten, nachdem wir uns beide vom (Gesch\u00e4fts)leben zur\u00fcckgezogen hatten (retired), haben wir nochmals Wien besucht. Das sagt doch schon einiges aus, da\u00df wir gerade Wien f\u00fcr unseren gemeinsamen Trip ausgew\u00e4hlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte solche Reisen immer mit ihm in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wiederholen, aber dann kam die Pandemie und danach f\u00fcr ihn eine schlimme Krankheit, so eine, die einem den Atem raubt.<br>Man kann noch denken, aber es nicht mehr aussprechen.<br>Es tut mir sehr leid f\u00fcr ihn und ein bi\u00dfchen nat\u00fcrlich auch f\u00fcr mich, selten glaube ich, da\u00df eine Gesch\u00e4ftsbeziehung, speziell Chef und Untergebner (wie das klingt), sich in eine echte Freundschaft verwandelt.<br>Ich denke, unsere gesch\u00e4ftlichen Reisen \u2013 mit viel Zeit nach unendlich langen, ewigen Tagen in Besprechungsr\u00e4umen, offiziellen Abendessen, aber dann den zweisamen Abenden mit Gespr\u00e4chen \u00fcber die Liebe, die Ehe, das Gesch\u00e4ft, Beziehungen, Sorgen und N\u00f6te, W\u00fcnsche und \u00c4ngste, die Zukunft, den Tod, das Leben und den lieben Gott \u2013 haben unsere Beziehung sehr positiv beeinflu\u00dft. Aber auch diese Stadt Wien hat das.<\/p>\n\n\n\n<p>Wien soll ja ein spezielles Verh\u00e4ltnis zum Tod haben, es gibt sogar einen Guide f\u00fcr das morbide Wien. Vielleicht hat die Aura dieser besonderen Stadt die meisten unserer Gedanken und Gespr\u00e4che angesto\u00dfen. Ich war und, wie ich denke, mein armer Freund auch, immer gl\u00fccklich dar\u00fcber, denn es hat uns zu einer ganz besonderen, innigen Seelenverwandtschaft gef\u00fchrt, die ich nur mit wenigen habe. Ich hoffe und bin mir fast sicher, da\u00df er es auch so empfindet, da\u00df dieses Miteinander eine Bereicherung unseres Lebens war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Jonas Kaufmann - Wien, Wien, nur du allein - Live from Vienna\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/y9s9I3IFJIk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p> und \u201eDas gl\u00fcckliche Geheimnis\u201c von Arno Geiger<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch einen wundersch\u00f6nen Sonntag.<br>Pa\u00dft auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru\u00df vom See<br>Euer Eckhard\/Papa\/Opa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, es war hei\u00df in den letzten Wochen, zu hei\u00df, um viele gute Gedanken zu haben, irgendwie war das Oberst\u00fcbchen und was man sonst noch so braucht wie Leib und Seele gel\u00e4hmt. 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