{"id":52511,"date":"2024-10-20T00:51:00","date_gmt":"2024-10-19T22:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=52511"},"modified":"2024-10-19T19:54:31","modified_gmt":"2024-10-19T17:54:31","slug":"buecher-und-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2024\/10\/20\/buecher-und-management\/","title":{"rendered":"B\u00fccher und Management"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,<\/p>\n\n\n\n<p>ich hab eine Menge B\u00fccher zuhause, die meisten auch gelesen; die stehen dann in der gro\u00dfen Bibliothek (ein sch\u00f6nes Regal, das wir mal in Z\u00fcrich gekauft haben).&nbsp;<br>Viele andere sind in anderen Regalen untergebracht, sortiert unter den Rubriken, \u201aNicht-so-wichtig\u2019 und \u201aNoch-zu-lesen\u2018.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Urlaubsreisen bediene ich mich dann meist aus diesen beiden Regalen. Meist nehme ich nur Taschenb\u00fccher mit und es geht mir hier wie mit Hemden, Hosen, Pullis, T-Shirts, meist viel zu viel dabei!<br>Die Klamotten braucht man meist nicht alle und das, was man br\u00e4uchte, hat man nicht dabei! Das ersteht man dann f\u00fcr teueres Geld in der Hotel-Boutique.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den mitgenommen B\u00fcchern ist es \u00e4hnlich, das halb Gelesene, Spannende vergi\u00dft man vor lauter Aufregung beim Aussteigen im Flieger; f\u00fcr die anderen hat man nur sporadisch Zeit. Entweder &nbsp;man &nbsp;befindet sich unter Wasser, auf steilen Wanderpfaden, in Museen oder ist einfach zu m\u00fcde von all diesen Unternehmungen und speziell nach dem guten Abendessen, dem Rotwein und dem \u201eAbsacker\u201c an der Bar einfach zu erledigt, um die Gehirnwindungen zu strapazieren.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich habe ich ein Buch angefangen aus der ersten Kategorie, fand das ganz ok, nicht besonders, aber ok.&nbsp;<br>Ich war mir sicher, da\u00df ich es noch nie in der Hand &nbsp;hatte.<br>Irgendwann in der Mitte des Buches fand ich dann, einen Absatz gehighlighted, (was f\u00fcr ein Unget\u00fcm, ich meinte angestrichen) von mir in vergangenen Zeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hatte total vergessen, da\u00df ich mich schon mal durch die S\u00e4tze gelesen habe. Da sieht man mal wieder, wie Unwichtiges doch vielleicht verschwindet und warum das B\u00fcchlein in der ersten Kategorie Nicht-so-wichtig stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau aus dieser hatte ich aber auch ein anders in der Hand, schlug es auf. Eine Widmung sprang mich an. &#8222;Herrn Hofs\u00e4\u00df, mit Dank und allen guten W\u00fcnschen, Wolfgang Jacobi 12.3.95&#8220;<br>Das war der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Pharmaunternehmens bei dem ich meine erste eigenverantwortliche F\u00fchrungsposition f\u00fcr den Personalbereich&nbsp;hatte.<br>Zu diesem Zeitpunkt war er schon nicht mehr Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.&nbsp;<br>Er war auch nicht derjenige der mich einstellte, das war sein Nachfolger. Er war schon auf dem Altenteil und kam in der Anfangszeit mal ab und zu vorbei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Altenteil, so alt war er nicht, aber wie das so ist in Niederlassungen von gro\u00dfen Konzernen, er war dann irgendwann entsorgt worden, eben aufs Altenteil, man nennt das dort auch gerne \u201egarden leave\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Meist ist das ja so, da\u00df diese Unternehmertypen, die Niederlassung aufgebaut haben, selbstredend erfolgreich waren, aber das Unternehmen dann sp\u00e4ter f\u00fchrten wie ein K\u00f6nigreich.<br>Man konnte sich gut stellen mit dem K\u00f6nig, dann war alles in Ordnung &nbsp; Wenn das nicht klappte, hatte man schlechte Karten und mu\u00dfte fr\u00fcher oder sp\u00e4ter das Handtuch werfen.<br>Es kommt dann eine neue F\u00fchrungskraft und irgendwie geht es dann \u00e4hnlich weiter &#8211; als Mitarbeiter bildet man sich immer ein, ein Unternehmen w\u00e4re eine Demokratie, ist es aber nicht, auf jeden Falls nicht so ganz.&nbsp;<br>In der Politik ist es ja ein bi\u00dfchen besser, da kann &nbsp;man alle vier Jahre an- oder abw\u00e4hlen; w\u00e4hrend der vier Jahre ist es dann meist \u00e4hnlich wie im Unternehmen; wer liest schon vorher die ganzen Programme, um zu wissen auf was er sich einl\u00e4sst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall habe ich dann doch mal das B\u00fcchlein von Herrn Jacobi gelesen, war gar nicht schlecht.&nbsp;<br>Es war die Geschichte eines Hotels auf Mallorca (jetzt mu\u00dfte ich doch tats\u00e4chlich nachdenken, wie man das schreibt; Malle kam mir als erstes in den Sinn), in dem er mit seiner Ehefrau mehrere Jahre hintereinander den Urlaub verbrachte, immer wieder dieselben Menschen traf, sich mit Ihnen anfreundete oder sie einfach auch nur beobachtete und dar\u00fcber berichtete.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist irgendwie anders, wenn man den Schreiber kennt.&nbsp;<br>Man hat dann eine genaue Vorstellung, wie er jetzt in vielleicht kurzer Hose und Hawai-Hemd im Korbstuhl auf der Terrasse sitzt, in den Abendhimmel schaut, sich entspannt, wenn die Sonne im Meer zu Bett geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorsichtig sein Glas mit dem Sangria zum Mund f\u00fchrt und mit einem zufriedenen Seufzen zur\u00fcck sinkt.&nbsp;<br>Vielleicht nimmt er auch die Hand seiner Ehefrau, die in wei\u00dfem Kleid, besser angezogen als er, neben ihm sitzt und ebenfalls aufs Wasser in die Unendlichkeit blickt.&nbsp;<br>Vielleicht sagt er ihr dann auch, da\u00df er sie liebt, sie t\u00e4tschelt liebevoll seinen Oberschenkel.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist das, wenn man den Schreiber kennt, dann wei\u00df man, wie das alles so ist!<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Tdx6lLvvRyg\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Tdx6lLvvRyg\">Peter and Gordon &#8211; A World Without Love (HD) 1964 Stereoyoutu.be<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Peter and Gordon - A World Without Love (HD) 1964 Stereo\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Tdx6lLvvRyg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Ich w\u00fcnsche euch einen liebevollen Sonntag.\u00a0Pa\u00dft auf euch auf, macht keinen Sch\u2026.., streitet nicht und haltet zusammen!<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru\u00df vom See<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Eckhard\/Papa\/Opa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, ich hab eine Menge B\u00fccher zuhause, die meisten auch gelesen; die stehen dann in der gro\u00dfen Bibliothek (ein sch\u00f6nes Regal, das wir mal in Z\u00fcrich gekauft haben).&nbsp;Viele andere sind in anderen Regalen untergebracht, sortiert unter den Rubriken, \u201aNicht-so-wichtig\u2019 und \u201aNoch-zu-lesen\u2018.&nbsp; F\u00fcr Urlaubsreisen bediene ich mich dann meist aus diesen beiden Regalen. 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