{"id":52496,"date":"2024-09-15T00:09:00","date_gmt":"2024-09-14T22:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=52496"},"modified":"2024-09-14T22:10:59","modified_gmt":"2024-09-14T20:10:59","slug":"schlussendlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2024\/09\/15\/schlussendlich\/","title":{"rendered":"Schlu\u00dfendlich"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,<\/p>\n\n\n\n<p>ich liebe B\u00fccher, Gedichte, sch\u00f6ne Bilder, B\u00e4ume, Schnee, Berge, das Meer, eine leichte Brise, die mich streichelt, aber nichts, nichts von all dem ber\u00fchrt mich so wie Musik.<br>Ich wei\u00df nicht, wie euch das geht, aber Musik tr\u00e4gt mich, l\u00e4sst mich schweben, tr\u00e4umen, einfach sein. Wie hei\u00dft es bei Nietzsche &#8222;Ohne Musik w\u00e4re das Leben ein Irrtum\u201c. Vielleicht ein bi\u00dfchen extrem, aber irgendwie richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich singe gerne. Wir haben auch, als es noch keine Autoradios gab, immer zusammen gesungen. Kanons, alle haben mitgemacht, das verbindet ungemein.<br>Sp\u00e4ter, so ab 14\/15 war das wichtigste in meinem Leben, wer gerade den neuesten Song herausgebracht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Geld hatte ich nie genug, da\u00df ich mir alles kaufen konnte, was mir gefiel; obwohl, ich mu\u00df gestehen, Geld hatte ich eigentlich immer gen\u00fcgend.<br>Taschengeld von Oma und Opa und in den Ferien habe ich gearbeitet, zum Beispiel in der Papierfabrik in Wei\u00dfenstein.<br>Auf dem Weg dorthin &#8211; auf der Honda &#8211; haben der Klaus und ich alle Beatles LPs, die es zu diesem Zeitpunkt gab, in der richtigen Reihenfolge durchgesungen!<\/p>\n\n\n\n<p>Dummerweise habe ich aus kindlicher\/jugendlicher Unbek\u00fcmmertheit meinen Klavierunterricht mit etwa 10\/11 Jahren aufgegeben und meine Eltern waren leider nicht streng genug, mich entsprechend zu zwingen weiterzumachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon zwei Jahre sp\u00e4ter habe ich das s..m\u00e4\u00dfig bereut.<br>Bands gr\u00fcndeten sich fast t\u00e4glich und es w\u00e4re ein leichtes gewesen, irgendwo einzusteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber verpasste Gelegenheit. (Erinnert euch an Kairos aus den letzten Sonntagsgedanken!)<\/p>\n\n\n\n<p>Man stellt im Nachhinein fest, da\u00df in einem gewissen Alter doch lieber die Eltern entscheiden sollten. Mit ihrer Erfahrung machen sie nicht immer alles richtig, aber manches eben doch.<br>Naja, vers\u00e4umten Gelegenheiten sollte man nicht nachtrauern, man holt sich ja doch nichts zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrying catch the wind\u201c spielen sie in meinem Lieblingssender. Das ist von Donovan.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht warum, aber wenn man \u00e4lter wird, schaut man gerne zur\u00fcck, erkennt, da\u00df die Zeit viel besser war, als man sie damals empfand.<br>Wahrscheinlich war man zu besch\u00e4ftigt; vielleicht auch ein wenig zu dumm, um tiefer einszusteigen, nachzudenken. Zeit spielte keine Rolle, h\u00f6chstens das Verlangen, schon etwas \u00e4lter zu sein, der Wunsch, da\u00df die Zeit schneller l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Alter ist das genau umgekehrt, alles l\u00e4uft zu schnell und man schaut auch deswegen sentimental zur\u00fcck, weil es da mehr zu sehen gibt als in der Zukunft, die k\u00fcrzer ist und sich sowieso im Nebel versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re nat\u00fcrlich nicht schlecht, wenn man sein heutiges Alter nach eigenen W\u00fcnschen verl\u00e4ngern k\u00f6nnte.<br>Man w\u00fcrde sehen, was aus den Enkeln wird und unter Umst\u00e4nden noch helfend eingreifen k\u00f6nnen, wenn sie das wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei seinen Kindern hat man immer eingegriffen, ob sie das nun wollten oder nicht, daraus hat man gelernt.<br>Bei den Enkeln ist man da vorsichtiger, die sind \u00fcbrigens trotz allem meist etwas toleranter als ihre Altvorderen und lehnen Hilfe selten ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Beste am Alter ist jedoch, da\u00df man pl\u00f6tzlich aufmerkt, was man nicht mehr weiterdenken und verstehen kann, muss oder will.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt die Freiheit, den Frieden mit seinen Gedanken, seinem Herzen und seiner Seele zu machen.<br>Nicht nur einen vor\u00fcbergehenden Waffenstillstand nach langem Gedankenkriegen, sondern einen soliden Friedensvertrag einen endg\u00fcltigen!<br>Dahin gelangt man nach all den durchlebten Jahren und Erfahrungen, die so alt sind wie man selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wellen schlagen an den Strand, sie bringen und nehmen die Sehns\u00fcchte mit, aber jetzt wei\u00df ich endlich, da\u00df es gut ist wie es ist!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Bob Dylan - Don&#039;t Think Twice, It&#039;s All Right (Official Audio)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/1iHhWh9FtsQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch einen gl\u00fccklichen, zufriedenen Sonntag.<\/p>\n\n\n\n<p>Pa\u00dft auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru\u00df aus Hofheim<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Eckhard\/Papa\/Opa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, ich liebe B\u00fccher, Gedichte, sch\u00f6ne Bilder, B\u00e4ume, Schnee, Berge, das Meer, eine leichte Brise, die mich streichelt, aber nichts, nichts von all dem ber\u00fchrt mich so wie Musik.Ich wei\u00df nicht, wie euch das geht, aber Musik tr\u00e4gt mich, l\u00e4sst mich schweben, tr\u00e4umen, einfach sein. 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