{"id":52460,"date":"2024-06-16T00:41:00","date_gmt":"2024-06-15T22:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=52460"},"modified":"2024-06-15T21:47:48","modified_gmt":"2024-06-15T19:47:48","slug":"taschenuhren-und-masshalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2024\/06\/16\/taschenuhren-und-masshalten\/","title":{"rendered":"Taschenuhren und Ma\u00dfhalten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Lieben,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">das Wetter hat sich wieder gebessert, V\u00f6gel zwitschern, eine leichte Brise von S\u00fcdwest; so haben sie das auch vorhergesagt, eigentlich schon f\u00fcr gestern, aber gestern kam der Wind von Osten. Von da weht es meistens k\u00fchler, das kann man jetzt verstehen, wie man will.<br>Es ist einfach so!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sollte eigentlich heute am Sonntag zum Boule spielen runter an den See. Um elf w\u00e4re Treff, aber irgendwie ist heute so ein langsamer Tag.<br>Zudem kommt heute unser Sohn aus den USA; den hole ich um die Mittagszeit am Bahnhof ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schlief unwahrscheinlich lange; der Hund \u00fcbrigens auch. Als wir dann etwas sp\u00e4ter h\u00f6her am Berg durch den Wald gingen, waren die noch schneebedeckten Alpen ganz nah.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bin ich in Hofheim oben am Wald, sehe ich die Frankfurter Skyline aber auch bis zum Melibokus; der ist fast 520 m hoch. Der h\u00f6chste Berg der s\u00fcdhessischen Bergstra\u00dfe, ganz in der N\u00e4he hatte ich fr\u00fcher mal gewohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin sogar manchmal sonntags vom Ried &#8211; meinem Wohnort &#8211; auf den Melibokus gefahre. E-Bikes gab es noch nicht, brauchte ich damals auch noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz ehrlich, ich finde den Blick auf den See und die schneebedeckten Alpen im Hintergrund irgendwie spannender, aber das ist eben wie so vieles Geschmacksache und \u00fcber den l\u00e4\u00dft sich bekanntlich ja nicht streiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Tisch vor mir steht ein kleines (f\u00fcr mich) Kleinod; ist eine Miniatur eines chinesischen Schr\u00e4nkchens, etwa\u2026 nein genau (habe mir extra gerade einen Meterstab geholt) 18 cm hoch, 16 cm breit und 9,5 cm tief.<br>Die Farbe kann ich nicht so richtig beschreiben, irgend so ein dunkles, elegantes Rot bzw. Bordeaux, auf den T\u00fcren sind vier gr\u00f6\u00dfere Muster, ein F\u00e4cher, eine Landschaft sowie Bildern mit V\u00f6geln in Blumen.<br>Innen gibt es zwei kleine Schubladen und zwei gro\u00dfe. Alles M\u00f6gliche habe ich da gelagert: Milchz\u00e4hne, Eheringe, Manschettenkn\u00f6pfe, ein Amulett und drei Taschenuhren usw\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dieser Taschenuhren hat mein gro\u00dfer Bruder gemacht und mir geschenkt. Man kann wunderbar ins Werk schauen, beobachten, wie schnell sich alles bewegt (wie im Leben).<br>Die anderen beiden habe ich auf einem Markt beim Brandenburger Tor gekauft. Kurz nach dem Mauerfall konnte man dort alles M\u00f6gliche erstehen: Soldatenm\u00e4ntel, Helme, M\u00fctzen, Dienstgradabzeichen, Ehrennadeln und Orden und vieles andere mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wichtig war, war pl\u00f6tzlich wertlos und wurde f\u00fcr ein paar Mark verh\u00f6kert.<br>Von dort habe ich diese beiden russischen Taschenuhren; eine geht noch, bei der anderen hilft alles Sch\u00fctteln nichts, ich habe sie wahrscheinlich \u00fcberdreht beim Aufziehen und das mochte sie nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keiner mag, wenn man zu viel des Guten tut; das ist genauso unangenehm, wie wenn man gar nichts macht.<br>Zu viel Selbstbewusstsein ist leicht arrogant, zu viel Kommunikation und Netw\u00f6rking kann einem auf die Nerven gehen.<br>Das richtige Ma\u00df mu\u00df man eben treffen, die meisten schaffen das ja auch.<br>Ma\u00dfhalten war in meiner Kindheit ein gefl\u00fcgeltes Wort, ist \u00fcbrigens von Ludwig Ehrhard (Vater der sozialen Marktwirtschaft).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so schlecht ist das ja nicht mit dem Ma\u00dfhalten, meine ich, in allen Lebensbereichen, man vermeidet Unn\u00f6tiges und Extremes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Teach Your Children | Playing For Change | Live in Australia\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/P5AuFDHdrrg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche euch einen erquicklichen Sonntag mit interessanten Fu\u00dfballspielen.<br>Pa\u00dft auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lieben Gru\u00df vom See<br>Euer Eckhard\/Papa\/Opa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, das Wetter hat sich wieder gebessert, V\u00f6gel zwitschern, eine leichte Brise von S\u00fcdwest; so haben sie das auch vorhergesagt, eigentlich schon f\u00fcr gestern, aber gestern kam der Wind von Osten. 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