{"id":52016,"date":"2021-12-05T06:38:22","date_gmt":"2021-12-05T05:38:22","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=52016"},"modified":"2021-12-05T06:38:23","modified_gmt":"2021-12-05T05:38:23","slug":"die-zwei-die-drei-die-vier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2021\/12\/05\/die-zwei-die-drei-die-vier\/","title":{"rendered":"Die Zwei, die Drei, die Vier"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben&nbsp;<br><br>heute ist der 1. Dezember, also nicht wirklich, heute ist der 5., aber als ich mich niedersetzte, um die Sonntagsgedanken zu schreiben, war der 1. Dezember,<br>Also heute ist der 1. Dezember und ich liebe den Anfang eines neuen Monats.&nbsp;<br>Generell finde ich Anf\u00e4nge besser als die meisten Beendigungen.&nbsp;<br>Der Beginn hat so etwas positives, etwas Neues beginnt, zum gro\u00dfen Teil unbekannt, hoffnungsfroh, neugierig, vorsichtig, angespannt trete ich in neue R\u00e4ume.<br><br>Jetzt am 1. des Monats freue ich mich, dass ich die Kalenderbl\u00e4tter der Monatskalender umdrehen kann. Ich schaue nie vorher auf das Bild des n\u00e4chsten Monats auf meinem Pforzheimer Kalender, oder wer von meinen Enkeln (auf dem \u00fcblichen Opa-Enkel-Weihnachtsgeschenk-Kalender) das Foto des n\u00e4chsten Monats ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ich meine \u00fcbliche Neugier im Griff habe, keine Ahnung?&nbsp;<br>Vielleicht ist es mein Aberglaube, dass es Ungl\u00fcck bringt zu sehr in die Zukunft, sprich auf das n\u00e4chste Monatsblatt zu schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist ein richtiger Tick!<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt wei\u00df ich nicht mehr weiter, ich trinke meinen Tee, schaue auf den See und warte, dass mir einf\u00e4llt, wie der Anfang weitergehen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist sogar schon der 2. und Donnerstag. Der See ist grau, der Himmel blau (das reimt sich sogar &#8211; vielleicht sollte ich in Zukunft in Versform schreiben w\u00e4re auch mal was anderes).<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das haben ja Anf\u00e4nge so an sich. Man betritt einen Raum, macht einen vorsichtigen ersten Schritt, bleibt stehen, schaut sich erst mal um und tut so als kenne man sich aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kennt sich nat\u00fcrlich nicht aus, aber die meisten tun im Leben so, als w\u00fcrden sie sich auskennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also ich nicht, ich wundere mich heute noch manchmal, dass ich da bin, wo ich bin und bin, was ich bin, aber vielleicht geht das vielen so.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass wir alle ein Leben leben, das wir nicht v\u00f6llig verstehen, wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, also beispielsweise morgens vor dem Spiegel im Bad, wenn wir uns in die Augen schauen und uns wundern, dass sie zur\u00fcckschauen und kein bisschen zwinkern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das ist wie im richtigen Leben, wenn man zwinkert, dann zwinkert das Gegen\u00fcber, l\u00e4chelt, wenn man es anl\u00e4chelt. Und es verzeiht uns manches, wenn nicht sogar alles, wenn wir das auch tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr Gedanken zum 2. Advent ?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Passt doch aber irgendwie in diese Zeit vor Weihnachten, ein bisschen Selbstreflexion kann ja nicht schaden!<\/p>\n\n\n\n<p>Und vielleicht an Franz Kafka denken: \u201eDas Gl\u00fcck begreifen, dass der Boden, auf dem du stehst, nicht gr\u00f6\u00dfer sein kann als die zwei F\u00fc\u00dfe, die ihn bedecken&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Kalenderblatt von meinem Pforzheim Kalender ist die vorweihnachtliche, beleuchtete Schlosskirche zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beruhigend, dass es noch etwas gibt das auch fr\u00fcher schon so war und auch mehr oder weniger so bleibt. Zumindest solange&nbsp;wir da sind und das ist ja, wenn man das gro\u00dfe Ganze sieht nicht sehr lange aber es reicht wenn man die Zeit entsprechend nutzt, und zufrieden das bisschen Gl\u00fcck festh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Z\u00fcndet die 2. Kerze an, gebt auf euch acht,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>haltet zusammen und streitet nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nIYJC4TTbb8\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nIYJC4TTbb8<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Und lest vielleicht mal wieder ein paar Gedichte zum Beispiel von Derek Walcott oder Franz Kafka<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru\u00df vom See<\/p>\n\n\n\n<p>Eckhard O\/P<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben&nbsp; heute ist der 1. Dezember, also nicht wirklich, heute ist der 5., aber als ich mich niedersetzte, um die Sonntagsgedanken zu schreiben, war der 1. Dezember,Also heute ist der 1. Dezember und ich liebe den Anfang eines neuen Monats.&nbsp;Generell finde ich Anf\u00e4nge besser als die meisten Beendigungen.&nbsp;Der Beginn hat so etwas positives, etwas Neues beginnt, zum gro\u00dfen Teil unbekannt, hoffnungsfroh, neugierig, vorsichtig, angespannt trete ich in neue R\u00e4ume. 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