{"id":51885,"date":"2021-03-14T01:19:00","date_gmt":"2021-03-14T00:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=51885"},"modified":"2021-03-13T19:23:46","modified_gmt":"2021-03-13T18:23:46","slug":"vom-essen-und-trinken-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2021\/03\/14\/vom-essen-und-trinken-ii\/","title":{"rendered":"Vom Essen und Trinken II"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe k\u00fcrzlich schon mal angefangen \u00fcber das Essen und Trinken zu schreiben, da f\u00e4llt mir nat\u00fcrlich noch einiges ein. Das k\u00f6nnte fast ein Fortsetzungsroman werden. Ist ja eigentlich logisch, man h\u00f6rt ja nie auf zu essen und zu trinken. Ok, ok, einmal dann schon, aber da soll es ja auch etwas geben, Nektar und Ambrosia.<\/p>\n\n\n\n<p><br>\u00dcbrigens ist meine gr\u00f6\u00dfte Herausforderung beim Schreiben, dass mir w\u00e4hrend des Prozesses laufend etwas Neues einf\u00e4llt und meine Konzentration st\u00f6rt, ich nehme an man w\u00fcrde mich heute mit ADHS (nicht mit DSDS zu verwechseln) diagnostizieren. Diese Krankheit gab es wahrscheinlich schon immer, hat aber jetzt einen Namen.\u00a0<br>Meinen Enkeln gebe ich den Rat, wenn sie mal \u201edown \u201c oder unkonzentriert sind, dass man sich halt zusammenrei\u00dfen muss!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Zur\u00fcck zum Essen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich esse gerade nebenher eine Laugenbrezel mit Butter. Gab es schon beim Schulb\u00e4cker in der gro\u00dfen Pause. Und es gibt gro\u00dfe Streitereien, woher und wer die erste Brezel erfunden hat. Die Bayern behaupten nat\u00fcrlich sie, (da sind die Brezeln \u00fcbrigens gleich dick) aber auch die Schwaben (hier haben die Brezeln innen d\u00fcnne Arme), na auf jeden Fall kommen sie, wie so viele gute Dinge, aus dem S\u00fcden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann mich noch erinnern, dass der Onkel aus Frankfurt immer eine ganze T\u00fcte Brezeln und Laugenbr\u00f6tchen mit zur\u00fcck an den Main nahm. Die kannten das dort in den 60er Jahren noch nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Bei meiner Oma a\u00df man so eine Brezel \u201emit Rauch\u201c. Das bedeutete man durfte mit dem Messer direkt von der Butter ein St\u00fcck abschneiden und auf den Teil der Brezel schmieren, von dem man dann abbiss. Man brauchte unglaublich viel Butter! Als Kind habe ich sogar Butter mit dem L\u00f6ffel gegessen.<br>Wenn ich ein wachsweiches Ei esse, dann \u201etunke&#8220; ich das Eigelb noch immer mit gebutterten Brotstreifen (Reiterle) aus. Alte Kindheitsangewohnheit.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Sp\u00e4tzle schmecken am besten, nat\u00fcrlich geschabt, direkt aus dem Wasser, in ein kleines Sch\u00e4lchen (Sch\u00fcssele) gehoben und direkt gegessen. Als Onno noch kleiner war und oben, neben dem Herd sa\u00df, durfte er beim Heraussch\u00f6pfen behilflich sein und hat immer gleich die \u201egefischten Sp\u00e4tzle\u201c gegessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGell Opa, ich bin der gr\u00f6\u00dfte <em>Sp\u00e4tzlem\u00f6ger<\/em>\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Zum Geburtstag durfte man sich immer ein Lieblingsessen w\u00fcnschen. Ich kann jetzt nicht mehr sagen, was ich mir gew\u00fcnscht habe, vielleicht Maultaschen, Kartoffelkn\u00f6del, aus gekochten Kartoffeln, (habe ich k\u00fcrzlich mal nach dem Rezept meiner Mutter selbst gemacht) oder einfach nur Sp\u00e4tzle mit So\u00df&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Fleisch habe ich als Kind so gut wie nicht gegessen, aber dann sp\u00e4ter mit Steaks, Steaks, Steaks in Chicago nachgeholt.&nbsp;<br>Wir mussten zuhause zwar immer alles probieren, aber wenn es uns nicht schmeckte mussten wir es auch nicht essen. Wie zum Beispiel Nierle oder Leber (esse ich beides<br>heute noch nicht), Kutteln und Kalbsbries, (das esse ich zwar heute, aber nur beim Ralph im Restaurant).<\/p>\n\n\n\n<p><br>Was wir aber immer mussten, war den Teller leer essen. Ich wei\u00df das ist ein Unsinn, aber das war eben so. Stundenlang (gef\u00fchlt)bin ich manchmal noch am Tisch gesessen, mit einem halb vollen Teller und habe sehns\u00fcchtig auf das Bild (Stierkampf) gegen\u00fcber auf der Wand gestarrt. Vielleicht habe ich mir gew\u00fcnscht ein Stier zu sein und alles umzuwerfen oder vielleicht nur wieder nicht entsprechend konzentriert&nbsp;(ADHS).&nbsp;<br><br>Vielleicht esse ich deswegen heute immer alles leer und auch relativ schnell. \u00dcbrigens macht es mich ganz nerv\u00f6s wenn das angerichtete Essen schon auf dem Tisch steht und dann einem einf\u00e4llt, dass er noch die H\u00e4nde waschen muss, etwas zum Trinken zu holen oder sonst noch etwas in der K\u00fcche, einen Sch\u00f6pfl\u00f6ffel, vergessen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ergo man muss warten, denn alle fangen gemeinsam zu essen an und das Essen auf dem Tisch wird kalt!&nbsp;<br>Standartspr\u00fcche meiner Mutter: \u201eIss solange es warm ist\u201c, einen Unterarm auf dem Tisch (wie ein European-African oder sonstiger Amerikaner) ein Blick, ein R\u00e4uspern und schon sa\u00df man wieder aufrecht mit den Unterarmen auf der Tischkante.<br><br>Wie schon erw\u00e4hnt habe ich mich in Chicago dann in den Steak Himmel gest\u00fcrzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Waren wir zu einem Meeting und es gab ein offizielles Welcome Buffet am ersten Abend, dann habe ich meine Kollegen mehr oder weniger \u00fcberredet mit mir noch anschlie\u00dfend bei &nbsp;Webber Grill, Morton&#8217;s oder einem anderen Fleischrestaurant ein Steak zu essen, oder ein Prime Rib (herrlich).<br>Wir waren aber auch in Bob Chin\u2019s Crab House, (gibt es immer noch, hab\u2019s gegoogelt), Karsten wollte da meistens hin. Wie immer riesige Mengen Crab und Fisch.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Einmal waren wir auch in einem Restaurant, wei\u00df jetzt nicht mehr wie das hie\u00df, in dem man, als Gag, besonders unfreundlich bedient wurde! Der Teller wurde einem auf den Tisch geknallt, man wurde angeschnauzt, die Beilagen zu sp\u00e4t oder die falschen gebracht usw.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unglaublich was manchen Leuten alles Spa\u00df macht.<br><br>Ob es in Deutschland auch einen Reuben Burger gibt, wei\u00df ich nicht, aber mein Boss hat das immer gerne gegessen, im Burger Inn, ist ein Burger mit Sauerkraut!<br><br>Ladies and Gentlemen muss jetzt aufh\u00f6ren. Hunger! Und ich glaube, dass noch ein Handk\u00e4s\u2019 mit viel Musik f\u00fcr mich in der K\u00fcche bereitsteht!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ich w\u00fcnsche euch einen wunderbaren Sonntag, guten Appetit und passend dazu Musik aus der Stadt der Schlachth\u00e4user, Chicago!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Bonnie Raitt, Tracy Chapman, Jeff Beck and Beth Hart - &quot;Sweet Home Chicago&quot;  (2012)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/f56_Eg4i89c?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>lieben Gru\u00df vom See<\/p>\n\n\n\n<p>gebt auf euch acht!<\/p>\n\n\n\n<p>Papa\/Eckhard<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben,&nbsp; Ich habe k\u00fcrzlich schon mal angefangen \u00fcber das Essen und Trinken zu schreiben, da f\u00e4llt mir nat\u00fcrlich noch einiges ein. 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