{"id":127,"date":"2019-08-18T05:16:00","date_gmt":"2019-08-18T03:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/?p=127"},"modified":"2020-01-29T22:07:24","modified_gmt":"2020-01-29T21:07:24","slug":"18-august-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sonntagsgedanken.de\/blog\/2019\/08\/18\/18-august-2019\/","title":{"rendered":"18. AUGUST 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine Lieben,<\/p>\n\n\n\n<p>bestimmt habt ihr auch schon manchmal\ngedacht, \u201ewas w\u00e4re wenn\u2026.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026.ich abgest\u00fcrzt w\u00e4re als ich mit 12\nJahren an dieser engen, schr\u00e4gen Passage, auf dieser Eisplatte lag, die Kanten\nmeiner Ski stumpf, umso mehr ich mich bewegte, je weiter rutschte ich auf den\nAbhang zu. Irgendwie hab ich es dann doch geschafft, wie man heute sieht, aber\nAngst hatte ich schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00e4re wenn ich doch Rockstar geworden\nw\u00e4re, aber mit 16&nbsp;&nbsp;war ich da nicht mutig und frech genug.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, Tontechniker w\u00e4re ich gerne geworden,\nich wollte eben irgendetwas mit Musik machen, dann h\u00e4tte ich vielleicht heute\nein kleines Studio und w\u00fcrde immer noch arbeiten, vielleicht aus Spa\u00df und\/oder\nweil ich es finanziell&nbsp;&nbsp;n\u00f6tig h\u00e4tte.&nbsp;&nbsp;Vielleicht h\u00e4tte ich\nals Frisur einen grauen Zopf, aber der steht sowieso nur einem Freund von mir\nund der hat auch das Recht den zu tragen, weil er daf\u00fcr gek\u00e4mpft hat und sein\nLeben entsprechend ausgerichtet hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich vor ein paar Jahren in den\nVorruhestand ging lie\u00df ich mir auch einen kleinen Zopf wachsen. Als ich dann\nbemerkte, da\u00df heute jeder 2. G\u00e4rtnergehilfe einen Zopf hat, habe ich das wieder\ngelassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201ewas w\u00e4re wenn&#8220; geht nat\u00fcrlich\nauch mit Berufen. Als kleiner Bub, wollte ich immer M\u00fcllmann werden, in\nPforzheim hie\u00df das Dreckbaur, ich glaub das hei\u00dft immer noch so, und das ist\nbetimmt nicht abwertend gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte der sein, der hinten auf dem\nWagen steht, durch die Finger pfeift wenn der Fahrer wieder anfahren soll.\nDieses Gef\u00fchlt durch einen Pfiff die Geschicke zu bestimmen, fahrend im Freien\nzu stehen hat doch eine unglaubliche Faszination, vielleicht bis heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute w\u00fcrden mich diese orangen Overalls\nst\u00f6ren, man kommt sich ja vor wie in Guantanamo, also das h\u00e4tte mir nicht\ngefallen und \u00fcbrigens w\u00e4re ich dann jetzt schon lange in Rente und die\nStadtwerke w\u00fcrden mich j\u00e4hrlich zur Weihnachtsfeier der M\u00fcllwerker, so hei\u00dft\ndas heute, einladen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas w\u00e4re wenn\u201c,\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>meine Eltern zugestimmt h\u00e4tten und ich\ndoch eine Kochlehre gemacht h\u00e4tte. Tja, da gibt es auch nicht viele\nM\u00f6glichkeiten, entweder ein Star Koch, oder wenigstens der&nbsp;&nbsp;Sous\nChef, oder aber Schnitzel im Adler braten, vielleicht auch nur einen Imbi\u00dfstand\nmit Currywurst und Ketchup rot, wei\u00df, das ist ja immer noch angesagt, heute\nhei\u00dft so eine fahrende Curry Bude&nbsp;&nbsp;Foodtruck.<\/p>\n\n\n\n<p>So mach ich eben heute&nbsp;&nbsp;die ganz\nnormalen Sachen nach Rezepten meiner Mutter, Hausmannskoste.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum feineren Essen gehe ich dann an\nWeihnachten zu einem meiner S\u00f6hne, der mi\u00dft&nbsp;&nbsp;dem Fleisch sogar die\nTemperatur, mit einem Art Fieberthermometer, aber es schmeckt wirklich\nhervorragend, dann sp\u00e4ter ohne den Thermometer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sp\u00e4tzle schabe ich, nat\u00fcrlich vom\nHolzbrett .<\/p>\n\n\n\n<p>Und zu t\u00e4glichem feinen Essen gehe ich\ngegen\u00fcber zu meinem Freund, der kocht wirklich au\u00dferordentlich gut. Meine\nBegeisterung h\u00e4lt sich in Grenzen wenn es H\u00fchnchen gibt, das i\u00dft n\u00e4mlich nur er\ngerne und alle anderen sind eben mehr oder weniger h\u00f6flich beim abnagen der\nKnochen.-<\/p>\n\n\n\n<p>So bin ich eben nach mehr oder weniger,\nerfolgreichen Schulversuchen mit dem Opa auf die Volksbank, sein Freund war\ndort Vorstandsmitglied.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Direktor hat den Personalchef zu\nsich bestellt und hat ihm Beisein von mir und dem Opa gesagt, da\u00df ich jetzt\nhier eine Lehre zum Bankkaufmann beginne.<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner sp\u00e4teren Berufslaufbahn habe ich\ndas mit den Bewerbungen etwas feinf\u00fchliger gemacht. Aber mir war immer bewu\u00dft\nwie weit die Macht eines Personalverantwortlichen wirklich reicht und\nvielleicht hat das dann im Endeffekt auch zu meinem bescheidenen Erfolg\nbeigetragen<\/p>\n\n\n\n<p>So ist das mit dem &#8222;Was w\u00e4re wenn\u201c \u2026\u2026\n,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denk&#8216; mir der Zufall oder das\nSchicksal hat das schon richtig gemacht,&nbsp;&nbsp;jetzt stehen wir eben da\nund sind hoffentlich mit uns selbst im Gleichgewicht und zufrieden, da\u00df es ist\nwie es ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch allen einen wunderbaren\nSonntag wo immer ihr auch gerade seid<\/p>\n\n\n\n<p>Papa\/Eckhard<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Lieben, bestimmt habt ihr auch schon manchmal gedacht, \u201ewas w\u00e4re wenn\u2026.\u201c \u2026.ich abgest\u00fcrzt w\u00e4re als ich mit 12 Jahren an dieser engen, schr\u00e4gen Passage, auf dieser Eisplatte lag, die Kanten meiner Ski stumpf, umso mehr ich mich bewegte, je weiter rutschte ich auf den Abhang zu. 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