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Sonntags…

Meine Lieben,

heute (eigentlich war das letzten Sonntag) habe ich nach langer Zeit mal wieder beim Frühstück „Sonntagsmusik“ gehört. Es war das Klavierkonzert Nr. 450 von Mozart.

Ich glaube, ich war so zwischen 16 und 18 Jahre alt, als ich mir meine erste klassische Langspielplatte beim Sonnet, das war ein Geschäft für eben solche Dinge in der Innenstadt, gekauft habe. Diese Platte wurde mir vom Verkäufer empfohlen, ich konnte jetzt ein bißchen angeben, daß ich ja nicht nur Beatles, Stones, Kinks oder Ähnliches höre, nein, auch Klassik.
Ich fand mich ganz toll!

Als ich dann später alleine wohnte, die Schallplatte irgendwo abhanden kam, habe ich mir dieses Klavierkonzert auf CD nachgekauft, mit Erich Brendel und dem Orchester „St. Martin in the Fields“.

Irgendwann wurde es dann Tradition, daß ich am Sonntag diese CD einschob. Eben Sonntagsmusik.

Unter der Woche habe ich mir das nie angehört, aber eben jetzt, heute bzw. vor einer Woche, es mal wieder aufgelegt, das sagt man eher bei einer Schallplatte, aber ihr wißt ja, was ich meine.
Ich denke sogar, daß ich dieses Konzert allen Söhnen geschenkt habe, ob sie das auch am Sonntag hören? Ich glaube nicht, vielleicht später mal, dann können sie an mich denken, wie auch im Winter, wenn sie zum Himmel schauen und den Orion entdecken.

Des Öfteren werde ich übrigens, wenn ich sage, daß mein Blog Sonntagsgedanken.de heißt, von Nichtsonntagsgedankenlesern gefragt zu, welcher Religionsgemeinschaft ich angehöre und was meine Botschaft sei.

Die Sonntagsgedanken heißen so, weil ich vor vielen Jahren begann, meinen Kindern eine kleine Nachricht zum Sonntag zu smsen. Zudem sollten es eben immer Gedanken sein, für die man oft im alltäglichen Auf und Ab, Hin und Her meist keine Zeit findet. Unterhaltsam, aber auch manchmal zum intensiveren Nachdenken über sich und das eigene Leben sollen sie anregen.

Geklärt?!

Deshalb die „Sonntagsgedanken“ jetzt mal unter der Woche!

Wir waren jetzt ein paar Tage in unserem Lieblingshotel im Allgäu, haben Langlauf ausprobiert, ging ganz gut und es ist wunderbar, wenn man in zunehmendem Alter nochmals gemeinsam etwas Neues unternimmt.

Ich bin nicht die wahnsinnige Wasserratte, ich schwimme nicht gerade mit irrsinniger Begeisterung, aber dort im Infinity Pool, im warmen Wasser mit Schnee oder auch Regen auf mich niederkommend, das macht mir Spaß.

Am frühen Morgen, ich war der Erste, aber nicht lange, kamen zwei sehr sportliche Damen, die dieses 25-Meter-Becken (das müßte so etwa die Länge sein) dazu nutzten, für Olympia zu trainieren. Die eine schwamm im Brustschwimmstil eine Bahn, wobei sie bei jedem Zug kurz ausspuckte und eine Bahn zurück auf dem Rücken. Bei ihrem Rückenschwimmstil habe ich festgestellt, daß der linke Arm nicht so elegant ins Wasser tauchte wie der rechte, der klatschte eher und spritzte in die Umgebung, man kennt das ja, in zunehmendem Alter kann man einige Extremitäten nicht mehr ganz so elegant bewegen.

Jedes Mal, wenn ich an ihr vorbei schwamm, spritzte sie mich naß.

Ich beschloss also, an ihrer rechten Seite vorbei zu schwimmen, wenn sie mir rückwärtig entgegenkam.
Das war aber fast nicht möglich, weil auf dieser Bahn ein Walroß mit Brille, Chlorschutz für die Augen, energisch das Wasser durchpflügte.

Also um eine Kollision zu vermeiden, zurück auf meine Bahn, hier aber hatte inzwischen ein Ehepaar den Platz eingenommen, wobei sie nicht schwammen, sondern aus was für Gründen auch immer durchs Wasser liefen.

Nun gut, ich orientierte mich an den Rand des Beckens, schaute den Langläufern auf der „Dorfloipe“ zu, stand bis zum Hals im warmen Pool, wie angenehm, streckte der Welt die Zunge heraus und ließ die Schneeflocken auf ihr zerschmelzen.

Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche.
Paßt auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen.

Lieben Gruß aus Hofheim
Euer Eckhard/Papa/Opa

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