Meine Lieben,
kürzlich war einer unserer Enkel bei uns zu Besuch. Irgendwie kamen wir ins Gespräch, wie viele Dinge sich im Laufe des Lebens ändern.
Anlass war ein Hoodie, das sind die Art von Pullover, die zwar keine Pullover sind, sondern eher Sweatshirts mit Kapuze, aber das wißt ihr ja besser.
Also, mir fiel ein, daß ich als kleiner Bub, wenn meine Mutter von mir verlangte, wegen Regens oder auch nur wegen des kalten Windes eine Kapuze überzuziehen, ich das nicht oder nur unter Protest gemacht habe.
Heute laufen ja Jungs und Mädels, ich glaube aber eher Jungs, aber auch Männer und erwachsene Frauen statt mit Hut, Mütze oder einem Schirm mit einer Kapuze über dem Kopf spazieren, viele auch bei ganz normalem Wetter.
Übrigens hat mir meine Frau – die kommt, wenn auch aus Europa, doch aus einem anderen Kulturkreis – zugestimmt. Bei denen war das auch so. Eine Kapuze galt einfach als kindisch oder, besser gesagt, war für kleine Kinder angebracht, aber wenn man schon mindestens sechs Jahre alt war, also mehr oder weniger erwachsen, dann war das einfach, heute würde man sagen ein „No-Go“. Was fällt mir da noch ein?
Auf der Straße mit einem Pappbecher voll Kaffee rumzulaufen, war zwar ein „Kaffee to go“ aber auch eher „No-Go“. Man stand beim Tchibo oder Jansen mit vielen anderen Schülern und hat dort seinen Kaffee getrunken oder eben auch nur gequatscht.
Tattoos sind heute allgemeine Mode, Mainstream sagt man, zu meiner Kindheit war das anders.
Wie viele Menschen tragen noch eine normale Uhr?
Lederschuhe?
Wenn ich mich an Karl Lagerfeld halte, dann haben inzwischen eine ganze Menge Leute „die Kontrolle über ihr Leben verloren“, denn unglaublich viele tanzen in einer Jogginghose durchs Leben. Nur weil ein Flug länger als sechs Stunden dauerte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, im „Hausanzug“ im Flieger zu sitzen. Ja, vielleicht bequeme Jeans und einen Pulli anstatt Anzug, aber Jogginghose, never!
Vielleicht bin ich altmodisch, aber Kleidung gibt einem zum Teil auch irgendwie Haltung, nicht nur physisch, oder?
Aber so ist das eben, Zeiten ändern sich, Gewohnheiten, Mode und Organisationen zumindest zeitweise, nur die Menschen, ich meine so grundsätzlich, bleiben meist so, wie sie sind und schon immer waren. Alle lechzen nach Zuneigung, Liebe, Verständnis, Anerkennung, Freundschaft, eben allem, was ein zufriedenes und glückliches Leben ausmacht.
Ich halte mich gerne an Buddha: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich sein ist der Weg.“
Ich wünsche euch einen wohligen Sonntag.
Paßt auf euch auf, streitet nicht und haltet zusammen.
Euer Eckhard/Papa/Opa (auf dem Weg zum See)


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