Meine Lieben,
Emil machte bei mir Ferien, 2 Wochen. Wir hatten eine gute Zeit zusammen, kein Stress, nicht einmal am Abend, wenn wir gemeinsam entscheiden was wir „glotzen“ sollen.
Ich versuche ihn zu überzeugen mit mir mal einen Western zu schauen, habe ich leider nicht geschafft, ist vielleicht nicht mehr zeitgemäß, für 13-ährige Jungs.
Western habe ich schon immer gern geschaut, war aber nicht der Grund, daß ich ab 1981 bis zum Berufsende (ich drück mich vor dem Wort Rente) bei amerikanischen Firmen gearbeitet habe.
Das waren einfach Zufälle, wie das meistens im Leben irgendwie einfach so passiert.
Ein interessantes Angebot in München, später an der Bergstraße verbunden mit Geschäftsreisen in die Zentrale nach Kalamazoo, und dann 20 Jahre in Wiesbaden, wie oft ich in Chicago im HQ war kann ich nicht mehr zählen.
Was hat das jetzt mit Western zu tun, naja jeder weiß doch, dass es in Firmen manchmal zugeht wie im Wilden Westen.
Geschossen wird aber meist aus dem Hinterhalt, kein offener Gun Fight, wie bei „High Noon“. https://youtu.be/A4a_1UhwgFU
High Noon( 12 Uhr Mittags) wurde sogar im Schulunterricht gezeigt, wahrscheinlich um uns irgendeine moralische Lehre zu erteilen. Wir haben das bestimmt nicht verstanden aber heute weiß ich, daß es nicht immer nur darauf ankommt wer schneller schießt. ( obwohl das natürlich von Vorteil sein kann)
Generell muß man aber sagen in allen Western ob in Rio Bravao, Die Glorreichen Sieben, The good the Bad and the Ugly, Zug nach Yuma, schießen die Guten sowieso immer schneller, das muß einfach so sein, dann kann man befreit aufatmen.
Am Samstag Nachmittag, ich war so zwischen 10 und 11 Jahre alt ging ich um 14.00 Uhr ins Gloria, da gab es Fuzzy, das war jetzt kein richtiger Western, eher etwas für kleine Buben wie mich, aber die Grundlage für meine Liebe zu Wildwestfilmen wurde vielleicht damals gelegt.
Wenn mal eine Schulstunde schwänzte konnte man sich im Eiscafé Venezia oder im Metro unsichtbar machen. Metro war praktischer, das war ein Kino in dem rund um die Uhr Filme liefen (auch Western) und man war von der Bildfläche verschwunden, in der kurzen Pause, einmal pro Stunde, mußte man eben etwas tiefer in den Sessel rutschen.
Das war ein kleines Risiko, verglichen mit dem Venezia, so groß konnte nämlich keine Eisbecher sein, daß man sich dahinter verstecken konnte wenn zufällig ein Bekannter der Familie vorbei ging.
„Na, keine Schule“, „doch, aber gerade Freistunde!“, „Ah?!“
Also besser Metro!
Spiel mir das Lied vom Tod, (Original: C’era una volta il West) ist mein absoluter Lieblingswestern.
Heute sieht man das natürlich alles kritischer, das ist natürlich auch richtig. Es ist nun mal eine Tatsache, daß die Weißen das Land der Ureinwohner okkupiert haben und unter sich aufteilten,
Trotzdem schaue ich gern Western aber nie wenn Indianer (so sagte man früher) beteiligt sind.
Logischerweise gefällt mir, wie auch meiner Schwiegertochter(Amerikanerin) auch Country Music, neue und alte, paßt zum Wilden Westen wie zum Beispiel https://youtu.be/CrQKW51cal8
Ich wünsche euch eine friedliche Woche
Gebt auf euch acht, haltet zusammen und streitet nicht.
Lieben Gruß aus Hofheim
Euer Eckhard O/P

